Testrammungen am Rhein
Testrammungen am Rhein
Am 12. März wird am Schweizer Rheinufer, gegenüber der Illmündung ein Pfahlrammversuch durchgeführt. Dabei wird getestet, ob sich Holzpfähle buchstäblich in die Flusssohle aus Kies rammen lassen.
Die Hochwasserschutzdämme am Rhein werden laufend überprüft. Dabei ist bei der Auswertung der Jahresinspektion 2023 aufgefallen, dass am Schweizer Rheinufer, ab ca. Höhe Illmündung bis Zollbrücke Oberriet, der Uferschutz sanierungsbedürftig ist. Da der Rhein dort eine Rechtskrümmung aufweist, ist das linke Ufer durch die Strömung stark belastet. Aus diesem Grund sind die Steinblöcke der Ufersicherung, welche den Damm vor Erosionen schützen, teilweise abgerutscht. Eine Sanierung ist notwendig. Die Umsetzung des Hochwasserschutzprojekts Rhesi, welche in diesem Abschnitt erst in ca. 25 Jahren beginnt, kann nicht abgewartet werden. Die Massnahmen werden vorgezogen durchgeführt.
Im Zuge der Konzepterstellung für die Sanierung des ca. zwei Kilometer langen Abschnitts, werden zwischen dem 10. und dem 13. März 14 Sondagen durchgeführt. So kann der Zustand des betroffenen Uferschutzes besser beurteilt und Rückschlüsse über den Sanierungsumfang gezogen werden. Weiter werden Pfahlrammversuche durchgeführt. Holzpfähle im Fluss können verschiedene Aufgaben übernehmen. Sie können beispielsweise die Strömung vom Ufer weglenken oder das Ufer strukturieren und so ökologischer zu gestalten.
Die einfachste Art Pfähle im Flussraum zu verankern ist, diese ins Flussbett zu rammen. Die dafür vorgesehenen Pfähle haben eine Länge von rund 8 Metern und einen Durchmesser von 40-45 cm. Sie werden unten angespitzt und je nach Notwendigkeit mit einer Eisenspitze versehen. Dann wird auf einer Kiesbank eine Mulde ausgehoben, die bis zu einem Meter unter den Wasserspiegel reicht. Eine Pfahlvibroramme drückt die Pfähle dann mit Druck und Vibration in den Untergrund. Dieses Verfahren ist jedoch nicht bei jedem Untergrund möglich. Bei felsigem Untergrund oder wenn grosse Steinblöcke vorkommen, ist die teilweise Versenkung der Pfähle nicht möglich.
Am 12. März werden auf Höhe Kilometer 64.8., gegenüber der Illmündung acht Pfähle versuchsweise auf einer Kiesbank in den Untergrund gerammt. Die Testrammungen sollen zeigen, ob Holzpfähle für die Uferstrukturierung and dieser Stelle geeignet sind oder ob ein anderes Verfahren zur Anwendung kommen muss. Während der Arbeiten wird der Vorgrundweg aus Sicherheitsgründen gesperrt.