Pattsituation in Koblach führt zu Nein zum Flächentausch
Pattsituation in Koblach führt zu Nein zum Flächentausch
Die Gemeindevertretung Koblach hat in ihrer gestrigen Sitzung über einen Flächentausch im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutzprojekt Rhesi abgestimmt.
Das Hochwasserschutzprojekt Rhesi wird mit einer Ausnahme innerhalb der bestehenden Dämme umgesetzt. Bei Koblach ist geplant, dass der Damm auf einer Länge von rund zwei Kilometern ins Hinterland versetzt wird. So entsteht künftig die breiteste Stelle des Alpenrheins. Es bildet sich ein naturnaher Flussraum und ein attraktiver Lebensraum für Flora und Fauna.
Tausch wird abgelehnt
Wenn der Damm weiter ins Landesinnere versetzt wird, werden heute landwirtschaftlich genutzte Flächen zu Flussraum. Um diesen Flächenverlust für die Gemeinde Koblach auszugleichen, war ein Flächentausch vorgesehen. Dieser sah ein 1:1 Ausgleich der Flächen vor sowie eine Entschädigung der Nutzer während der Bauzeit. Über diesen Flächentausch haben die Mitglieder der Gemeindevertretung Koblach in ihrer Sitzung am 26. Januar 2026 abgestimmt. Gleich viele Abgeordnete stimmten dafür und dagegen, was formal zu einer Ablehnung führte.
Aufgrund der geplanten Dammabrückung verdiente Koblach innerhalb des Hochwasserschutzprojekts Rhesi immer besondere Aufmerksamkeit. Es wurden wohl an keinem Ort mehr Gespräche über das Projekt Rhesi geführt und mehr Lösungen gefunden. Markus Mähr, Geschäftsführer der Internationalen Rheinregulierung betont: «Wir hätten uns natürlich gewünscht, den gemeinsamen Weg mit Koblach weiterzugehen. Während der jahrelangen Zusammenarbeit haben wir Bedenken und Forderungen aus Koblach immer sehr ernst genommen. Trotz einer sehr guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde Koblach, hat die Gemeindevertretung dem Flächentausch nicht zugestimmt.»
Das Projekt Rhesi betrifft die Hochwassersicherheit einer ganzen Region. Aufgrund der Dringlichkeit des Projekts hält die Internationale Rheinregulierung an der geplanten Einreichung zur Bewilligung im Frühjahr 2026 fest. Markus Mähr erklärt: «Wir haben uns auf die Möglichkeit eines negativen Entscheides der Gemeindevertretung vorbereitet. Als nächster Schritt wird das Führungsorgan der Internationalen Rheinregulierung, der Bilaterale Ausschuss, in einer Sitzung im März entscheiden, wie – ohne einen Flächentausch in Koblach - weiter vorgegangen wird.»